Latènezeit

Ca. 450 v. Chr. bis zur Zeitenwende

Im Gegensatz zur Hallstattzeit gibt es zur Latènezeit überlieferte griechische und römischen Texte, die über die Κελτοί bzw. Celti berichten,  z.B. über karierte Kleidung, die heute oft die Vorstellung von Kelten prägt. Trotz ihrer Problematik geben diese Quellen, die nicht einfach als Augenzeugenberichte gelesen werden dürfen, Hinweise auf die Charakteristika der Laténekultur.

Die archäologische Erforschung der spätlatènezeitlichen Oppida – stadtähnlicher Siedlungen – stellt eine Hauptquelle für unser Wissen über die materielle keltische Kultur dar. Die Ausgrabung eines der größten bekannten Oppida bei Manching nahe Ingolstadt lieferte eine Vielzahl von Funden auch aus organischen Materialien. Dies gibt uns eine – wenn auch beschränkte – Vorstellung davon, wie der Alltag ausgesehen haben mag.

Insbesondere die Archäologie bietet so die Grundlage, Lebensbilder dieser Zeit zu rekonstruieren, die freilich immer nur zu hinterfragende Annäherungen sein können.

Derzeitiger Schwerpunkt der Arbeit der PzlG zur Laténezeit sind textile Rekonstruktionen und die Rekonstruktion von Glasperlen.